Es geht ja normal immer um Technik oder andere Nutzlosigkeiten hier, aber heute muss ich die Richtung kurzzeitig wechseln und das Ergebnis einer wirklich kurzen Recherche kundtun. Ich studiere weder Politikwissenschaften noch habe ich die BWL-Klausur letztes Semester bestanden, dennoch muss doch erwähnt werden, dass dem Wahnsinn wohl endgültig Tür und Tor geöffnet wurden, als die Abwrackprämie eingeführt wurde.

Erstmal zur Abwrack- bzw. Umweltprämie. 2500 Euro für ein 9 Jahre altes Auto, dass mindestens 1 Jahr beim Halter war. Und dann darf man sich ein subventioniertes Mobil kaufen. Das soll natürlich dazu dienen, die Binnennachfrage auf dem Automobilmarkt anzukurbeln, aber es ist doch fraglich ob jemand, der mit einem 9 Jahre alten Auto durch die deutschen Lande fährt sich als nächstes einen Golf oder BMW 1er kauft. Oder vielleicht doch einen günstigen Japaner. Also, mittelguter Plan, aber von unvergleichlicher Populistischer Schlagkraft. Wer will da noch Bildung.

Genau da ist der Punkt. Für die Abwrackprämie stellt die Bundesregierung 1,5 Milliarden Euro bereit.1 500 000 000 Euro. Kein Problem wenn man das Geld den hätte, aber leider ist das nicht der Fall. Und weil das nicht der Fall ist muss ein normaler Student Studiengebühren zahlen, zumindest ich, hier in Baden Württemberg. Und während sich Innenpolitiker in der Furcht das Osama demnächst einen Regionalexpress in Castrop-Rauxel vom rechten Weg abringen nächtlich einnässen, wird die Chance auf Bildung unabhängig vom Kontostand nebenbei verbannt.

Um noch eine Zahl einzuwerfen. Laut dem Statistischen Landesamt studieren in Baden-Württemberg 231509 Menschen, ( Quelle ), selbst wenn jeder Studiengebühren bezahlen müsste würde das einen Betrag von 115754500 Euro ergeben, also 115 Millionen Euro. Und an dieser Stelle muss natürlich erwähnt werden dass das eine Bundeshaushalt und das andere Landesgeschichten sind, aber selbst diese Einschränkung beeinflußt den Unsinnigkeitsfaktor nur minimal.